Kids berichten

Hier kannst Du zu Wort kommen, wenn Du etwas über Dich erzählen willst und darüber, wie es für Dich ist, mit zwei Müttern oder zwei Vätern zu leben.

Schreib mir eine Mail an family(at)lsvd.de

Eine kleine Kostprobe von einem Gewinner unseres Schreibwettbewerbs von der LSVD-Fachtagung für Regenbogenfamilien 2003 in Berlin:

Heute war ein ganz normaler Tag

"Heute war ein ganz normaler Tag, als ich zum Frühstücken ging. Meine Schwester saß schon da und aß bereits. Ganz verschlafen sagte ich: "Hallo." Auch meine Mutter saß schon da und meine andere Mutter auch. Nein, das ist kein Druckfehler - ich habe wirklich zwei Mütter. Für viele mag das jetzt sehr komisch klingen, aber für mich ist das ganz normal. Im Grunde ist es ja fast das gleiche, außer dass man keinen Vater im Haus hat. Ich habe schon einen Vater, nur der wohnt nicht bei uns zu Hause. So etwas nennt man "Regenbogenfamilie".

Als ich damals vor mehreren Jahren erfuhr, dass meine Mutter lesbisch ist, musste ich mich erst einmal daran gewöhnen. Meine größte Sorge war, wie meine Freunde wohl das ganze aufnehmen würden. Doch das stellte eigentlich gar kein Problem dar, es störte eigentlich keinen. Im Grunde sind Regenbogenfamilien genauso wie normale Familien. Außer, dass man einen Elternteil doppelt hat. Also, entweder Frau und Frau oder Mann und Mann."

Johannes (13 Jahre)

   

Ganz unverklemmt. Wenn die Eltern schwul oder lesbisch sind.
(Hier geht`s zu einem Interview mit Rebecka (20 Jahre) und Christian (14 Jahre) im fluter (04.04.2003), dem Jugend Onlinemagazin der Bundeszentrale für politische Bildung.)

                                  

Das erste deutschsprachige Buch über Kinder aus Regenbogenfamilien ist da!
Uli Streib-Brzic und Stephanie Gerlach:
Und was sagen die Kinder dazu?
Gespräche mit Töchtern und Söhnen lesbischer und schwuler Eltern

Querverlag, September 2005, 14,90 Euro

Familienalltag in Deutschland: Zwischen Flensburg und Passau leben laut Schätzungen des Berliner Senats weit über hunderttausend Kinder in lesbischen oder schwulen Familien - und es werden immer mehr. Erst seit kurzem wird über diese Regenbogenfamilien in der Öffentlichkeit gesprochen. Und immer wieder werden Befürchtungen laut, Kinder, die mit homosexuellen Eltern aufwachsen, könnten Schaden nehmen. Dazu, so finden die beiden Autorinnen, können am besten die Kinder selbst etwas sagen. Die kommen in diesem Buch nun erstmals zu Wort.

Uli Sreib-Brzic und Stephanie Gerlach haben mit 36 Töchtern und Söhnen zwischen 6 und 31 Jahren darüber gesprochen, wie es sich so lebt mit zwei Müttern oder zwei Vätern, was sie an ihrer Familie cool finden, was sie ärgert, wie sie mit Papas Freund zurechtkommen und wie sie zu den Heiratsplänen von Mami und Mama stehen. Ihre Geschichten sind so unterschiedlich wie sie selbst. Und sie erzählen davon, dass ihre Familien eigentlich gar nicht so anders sind - oder doch völlig aus dem Rahmen fallen.
(Link: http://www.undwassagendiekinderdazu.de)


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